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GPS-Schulung 23.10.2014
Am 23.10.2014 fand eine zweistündige Theorieschulung zur GPS-unterstützte Vermisstensuche statt.

Bereits seit längerer Zeit war ein Modul für das Bergrettungs-Verwaltungssystem geplant, welches Bergretter bei Ihren Einsätzen im Gelände mittels GPS unterstützt. Es wurden zahlreiche Gespräche mit der Bergrettung geführt und ein derartiges Modul konzipiert. Die erste heiße Phase wurde erreicht, als im Jänner 2012 ein Jugendlicher in der Axamer Lizum beim Schifahren verunglückte. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde eine erste Version der Applikation bei der Vermisstensuche getestet. Von den Bergrettern wurde die Anwendung durchwegs positiv aufgenommen. Auch konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

In den darauffolgenden Wochen und Monaten wurde das GPS-Modul weiter ausgebaut. Wichtige Fragen, die gelöst werden mussten, betrafen unter anderem:
  • Die Anbindung von Geräten zur GPS-Aufzeichnung. Nach einer Evaluation aller verfügbaren GS / live-tracking-appGeräte entschloss man sich, Anbindungen für Smartphones, Live-Tracker, GPS-Geräte und für den Digitalfunk der Bergrettung Tirol zu schaffen.
  • Die App-Entwicklung. Um Smartphones für das Tracking einsetzen zu können, musste eine eigene App entwickelt werden. Die App muss auf den gängigen Smartphone-Betriebssystemen (iOS und Android) laufen und einfach zu bedienen sein.
  • Die Akkulaufzeit. Der Akkuverbauch von Smartphones beim GPS-Dauerbetrieb ist hoch. Um in diesem Bereich Lösungen zu finden wurde eng mit der FH Kärnten zusammengearbeitet.
  • Die Einbindung des Digitalfunks. Um die Digitalfunkgeräte für das Tracking verwenden zu können, galt es zahlreiche technische aber auch juristische Fragen in Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle des Landes Tirol zu klären.
Den Einsatzleitern und Bergrettern steht zur Verwaltung der aufgezeichneten Tracks, der Suchmannschaften und der verunfallten Personen ein Einsatzcockpit zur Verfügung. Dieses soll nun zukünftig immer mehr zu einem zentralen Tool werden, welches sowohl bei der Einsatzplanung, als auch während des Einsatzes zur Anwendung kommt. Aber auch nach Abschluss eines Einsatzes kann auf die Inhalte und gesammelten Informationen zurückgegriffen werden, etwa wenn es in Streitfällen um die juristische Nachverfolgbarkeit geht oder Erkenntnisse aus einem Einsatz gewonnen werden, welche schließlich in Schulungen aufgearbeitet werden können.

GS / contwise_tracks / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGS / einsatzcockpit / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Letztendlich unterstützt Contwise Tracks die Bergretter dabei, verunglückte Personen effizienter suchen und noch schneller finden zu können. Denn häufig entscheiden Minuten über Leben und Tod.
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